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25. August 2026

Fest der Verklärung und Wallfahrt in Talmont-sur-Gironde

Vor 60 Jahren begründete die Familie Ossorguine die Tradition, das Fest der Verklärung in der Kirche der heiligen Radegundis in Talmont-sur-Gironde zu feiern. Nun richtet bereits im zweiten Jahr in Folge die Pfarrei Saint-Étienne in Vaux-sur-Mer diese Veranstaltung aus.
Am 19. August reiste eine Delegation von etwa dreißig jungen Pilgern, vier Priestern und zwei Diakonen an, die hauptsächlich aus Paris, aber auch aus Poitiers, Orléans und anderen Ländern kamen.
Die Vigil und die Liturgie wurden von Vater Matthieu Leszczynski geleitet, zusammen mit den Mitzelebranten Vater Nicolas Petit (Poitiers) und Vater Joseph Pavlinciuc (Paris). Auch Erzpriester Pierre Argouet (Orléans) erwies der Versammlung die Ehre seiner Anwesenheit. Protodiakon Jean Drobot von der Alexander-Newski-Kathedrale, assistiert von Diakon Serge Malko (Nantes), übernahm den diakonischen Dienst im Gottesdienst; ihnen standen die Hypodiakone Dimitri Gladiy, Vadim Stol und Richard Di Paola sowie zwei Altardiener zur Seite. Der traditionellen Segnung der Früchte ging eine Prozession um die Kirche voraus, bei der um die Fürsprache der heiligen Radegundis, der Königin der Franken im 6. Jahrhundert, gebetet wurde.
Der Chor der Krypta der Heiligen Dreifaltigkeit unter der Leitung von Protodiakon Alexandre Kedroff, dem Chorleiter der Alexander-Newski-Kathedrale, verlieh diesen Feiern mit kirchenslawischen und französischen Gesängen besonderen Glanz.
Nach der Liturgie überreichte der Rektor der Pfarrei Saint-Étienne in Vaux-sur-Mer, Vater Matthieu Leszczynski, im Namen von Metropolit Johannes von Dubna den Orden des heiligen Alexander Newski an den Hypodiakon Richard Di Paola und die Medaille der heiligen Mutter Maria von Paris (Skobzowa) an seine Ehefrau Maroussia. Dies sind die höchsten Auszeichnungen der Erzdiözese, verliehen als „Dank für Hingabe, Einsatz im Dienst und beständige Gegenwart in dieser Pfarrei, für Treue und außerordentliche Verdienste um die Erzdiözese“ an die Ausgezeichneten, das Gründerehepaar der Pfarrei Saint-Étienne.
Nach der Überreichung der Medaillen dankten die Väter Matthieu und Joseph einigen Mitgliedern des örtlichen katholischen Klerus, nämlich dem Weihbischof Pierre-Antoine Bozo, Pater Sermonfils Auguste und Pater Pascal-Grégoire Delage, für ihre materielle Unterstützung und ihre Gastfreundschaft. Sie dankten auch herzlich den von weither angereisten Pilgern, betonten die Freude, die sie angesichts dieser Tradition empfinden, sowie ihre Liebe zu diesem lokalen Erbe, und sagten Gott Dank für alles.
Nach der traditionellen Segnung der Früchte wurde im Pfarrsaal der Kirche Notre-Dame de l’Assomption in Royan eine Agape gehalten.
Auf dem Rückweg hielten die Pilger mehrmals an, um die Reliquien örtlicher Heiliger in der Stadt Saintes und in ihrer Umgebung zu verehren. So war diese Wallfahrt nicht nur eine kulturelle Bereicherung durch die Entdeckung des Lebens dieser wenig bekannten Heiligen, sondern auch von einem Geist brüderlicher Sammlung geprägt.
Wir hoffen, diese Tradition im nächsten Jahr und noch viele weitere Jahre fortsetzen zu können, so Gott will.
P. Matthieu